Familie in die Lese- und Schreibkompetenzförderung zu Beginn der Grundschulzeit einzubinden ist oft nicht leicht, aber sehr wirksam. Das Buch stellt das Family Literacy-Programm „LIFE – Lesen in Familie erleben“ vor und bietet eine Einführung in neun Veranstaltungen, die für Kinder und deren Eltern an Grundschulen oder anderen Bildungsinstitutionen durchgeführt werden können. Mit den Veranstaltungen können Kinder beim Schriftspracherwerb begleitet und elterliche Unterstützungsfähigkeiten gestärkt werden.
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· 2015
Die Arbeit ist der Kognitiven Linguistik zuzuordnen. Ihr Gegenstand sind sprachliche Lokalisationen. Bekannte Einflußgrößen auf Lokalisationen sind die räumliche Anordnung, über die gesprochen wird, und die Bedürfnisse des Gesprächspartners. Daneben wirken ganz wesentlich auch der Wissenserwerb und die mentale Raumrepräsentation des Sprechers. Diese Zusammenhänge werden am Beispiel des Blickpunkts in sprachlichen Lokalisationen aufgezeigt. Ein erster Teil bietet eine Einführung zu den kognitiven Grundlagen der mentalen Raumrepräsentation. Es werden psychologische Theorien und Untersuchungen zu räumlichem Wissen in Form von kognitiven Karten und Vorstellungsbildern erörtert. Im Zentrum steht der Einfluß des Wissenserwerbs auf die mentale Repräsentation und besonders die Blickpunktinformation. Ein zweiter Teil befaßt sich aus sprachpsychologischer Sicht mit der Raumreferenz in Form von Lokalisationen. Es wird aufgezeigt, welche Blickpunktbelegungen möglich sind (von mir aus gesehen ..., von dir aus gesehen ... usw.). Besonders für Lokalisationen mittels Richtungspräpositionen werden Einflüsse auf die Blickpunktwahl beschrieben. Im dritten Teil der Arbeit wird mit empirischen Untersuchungen der Bedeutung der mentalen Raumrepräsentation und des Wissenserwerbs auf sprachliche Lokalisationen nachgegangen. In einer Serie von fünf Experimenten erwarben Versuchspersonen räumliches Wissen und wurden dann im Rahmen einer Wegauskunft zu sprachlichen Lokalisationen aufgefordert. Es zeigt sich ein deutlicher Effekt des Wissenserwerbs auf den Blickpunkt der Lokalisationen. Der Wissenserwerb beeinflußt die Lokalisationen sogar stärker als die Bedürfnisse des Kommunikationspartners. Diesem Befund kommt Bedeutung sowohl für die mentale Raumrepräsentation als auch für den Sprachproduktionsprozeß zu.
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Abstract: In einem weiteren Beitrag beleuchten Johanna Hilkenmeier, Christian Greiner, Sabrina Bonanati und Heike Buhl die Frage, wie sich die Nutzung motivierender Gesprächsstrategien im Elterngespräch fördern lässt. Dazu berichten sie die didaktische Konzeption eines Workshops, der Lehrkräfte einen einfachen und praxisnahen, aber gleichzeitig auch empirisch begründeten Zugang zu den in Beratungsgesprächen zentralen Prinzipien Wertschätzung, Autonomieunterstützung und Strukturgebung ermöglicht. (DIPF/Orig.)
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Abstract: "Im vorliegenden Beitrag wird der Zusammenhang zwischen der sozialkognitiven Entwicklung und sozialer Akzeptanz durch Gleichaltrige im Vorschulalter dargestellt. Neben einem direkten Effekt sozialer Kognitionen auf die soziale Akzeptanz wird ein Mediationseffekt des Sozialverhaltens auf diesen Zusammenhang geprüft. Untersucht wurden 35 Kindergartenkinder im Alter von vier bis sechs Jahren. Zur Erfassung des sozialkognitiven Entwicklungsstandes bearbeiteten die Kinder Theory of Mind und Perspektivenübernahme-Aufgaben; ihre soziale Akzeptanz wurde durch Peernominationen sowie eine Erzieher-Beurteilung der Integration der Kinder in die Gruppe erhoben. Das prosoziale und aggressive Sozialverhalten der Kinder wurde durch die Erzieherinnen eingeschätzt. Es zeigte sich ein direkter Zusammenhang zwischen dem sozial-kognitiven Entwicklungsstand und der sozialen Akzeptanz der Kinder. Die Annahme, dass dieser Zusammenhang durch das prosoziale bzw. aggressive Verhalten der Kinder mediiert wird
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Abstract: "Im vorliegenden Beitrag wird der Zusammenhang zwischen der Fähigkeit zur Perspektivenübernahme und sinnverstehendem Lesen dargestellt. Auf der Grundlage von Arbeiten zum Textverstehen sowie zu Perspektivenübernahme und Theory of Mind wurde ein positiver Zusammenhang zwischen Perspektivenübernahmefähigkeit und Textverstehensleistung erwartet. Diese Hypothese wurde an zwei Stichproben unterschiedlichen Alters geprüft: In der ersten Studie beantworteten 37 Vorschulkinder Fragen zu vorgelesenen Geschichten sowie Perspektivenübernahme-Aufgaben. Zwischen den Bereichen fand sich eine deutliche positive Korrelation, die bei Kontrolle der Intelligenz erhalten blieb. An der zweiten Studie nahmen 69 Grundschulkinder der dritten Jahrgangsstufe teil, die Texte lasen und Aufgaben dazu wie auch zur Perspektivenübernahme bearbeiteten. In dieser Stichprobe fand sich der erwartete Zusammenhang ausschließlich in der Teilgruppe der guten Leser. Er blieb bei Kontrolle der Intelligenz erhalten. Die Erg